Sonderpädagogische Diagnose- und Förderklassen (DFK)


Ziel der DFK ist es, durch diagnose- und fördergeleiteten Unterricht den Förderbedarf der Kinder in den Bereichen Lernen, Sprache und Verhalten zu erkennen, zu mildern oder zu beheben.

In die DFK können Kinder aufgenommen werden,

  • die schon im Vorschulalter deutliche Entwicklungsverzögerungen aufweisen
  • die im Bereich Lernen, Sprache und/oder Verhalten einen hohen Förderbedarf aufweisen, der mit den Mitteln der Grundschule nicht gedeckt werden kann
  • die innerhalb der Jahrgangsstufen 1 und 2 an der Grundschule nicht mit genügendem Erfolg am Unterricht teilnehmen konnten
  • die bei der Schuleinschreibung der allgemeinen Schule vom Schulbesuch zurückgestellt worden sind.

Am SFZ werden die 1. und 2. Jahrgangsstufen als Diagnose- und Förderklassen (DFK) geführt.

Sie werden in der Regel um ein eingeschobenes Jahr 1A (nach der 1. Jahrgangsstufe) erweitert, wenn Diagnose- und Fördermaßnahmen für die Schüler/innen ein weiteres Jahr erforderlich sind.

 

In den DFK wird nach dem Lehrplan der Grundschule unterrichtet.

In der dreijährigen DFK wird der Stoff von zwei Grundschuljahren auf drei Jahre verteilt.

 

Für die Schüler/innen, die die dreijährige DFK besucht haben, verlängert sich die Schulpflichtzeit um ein Jahr.


Die Aufnahme in die DFK erfolgt (nach BayEUG) grundsätzlich nach Anmeldung an der zuständigen Grundschule. Voraussetzung ist ein sonderpädagogisches Gutachten, das einen erheblichen sonderpädagogischen Förderbedarf beschreibt und das Förderzentrum als geeigneten Förderort benennt. Dieses Gutachten kann vom SFZ erstellt werden.


Wichtige Aufgabenfelder sind:

  • ein Unterricht, der auf diagnosegeleitete Erziehung und Förderung aufbaut und der sich an den individuellen Bedürfnissen jedes einzelnen Kindes orientiert
  • ein ganzheitlicher Unterricht, der alle Sinneskanäle anspricht, so dass Entwicklungsrückstände aufgeholt werden können
  • durch Differenzierung und Individualisierung werden Stärken gefördert und Schwächen ausgeglichen
  • die enge Zusammenarbeit mit Fachdiensten
  • die enge Zusammenarbeit mit den Eltern (Schullaufbahn-beratung und Beratung zum Schulwechsel)

Zielsetzung ist es, die Stärken jedes Kindes zu entdecken und ihm zu individuellen Lernfortschritten zu verhelfen - mit den für das Kind richtigen Methoden und in der für das Kind angemessenen Zeit!

  • Unterricht in Klassen mit durchschnittlich 12 Schülerinnen und Schülern sowie stundenweise Differenzierung durch eine weitere Fachkraft
  • handlungsorientierter Unterricht
  • soziales Lernen
  • Lernen mit allen Sinnen
  • Lernerfahrungen mit verschiedenen Medien
  • selbstständiges und individuelles Lernen in offenen Unterrichtssituationen